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Erst das stetige klopfen an meiner Tür und der geruch von fertig zubereiteten Nudeln liess mich wieder aus meinem kurzfristigen Schlaf erwachen.

Olga hatte nicht gespart, wie immer, nicht gesparrt an Pilzen in der Sauce, nicht an Sauce und schon gar nicht an herzhaftem Parmesan der zentimeterdick wie Schnee auf einem Berg aus Nudeln und roter Sauce thront.


Der einzige Nachteil von Olga bekocht zu werden ist, das sie dabei unendlich viel tratscht. Ich tratsche gern aber nicht beim Essen, denn dann esse ich.

13.10.08 17:17


Mein Zimmer ist angenehm warm. Daher ist es unnötig weiterhin einen Mantel zu tragen, der Herbst steht schon länger vor der Tür zusammen mit neidrigen Temperaturen und Regen. Doch der Mantel hat sich heute wirklich als zu warm herausgestellt.
Obwohl ich beim Rest der Kleidung schon an dickem Stoff gesparrt habe.
Gut Bluse, Pollunder, Kordrock, Strumpfhose und Stulpen eigenen sich wirklich nicht für zwanzig grad, aber ich könnte schwören das als ich das Haus verlassen habe heute morgen so gegen sieben es gerade mal 4 Grad waren.

Paul ist dies egal. Unschuldig liegt er zusammen gekauert in seinem geflochtenen Korb und dem ausgewaschen blauen Kissen. Und pennt wie immer. Schlafen, Fressen, Jagen und immer wieder das selbe.

Studieren gehört wohl eher nicht dazu.
Einzig die Nachbarschaft studiert mein kleiner Paul, so wie diese ihn.
Gerade diese kleine rostbraune Katze von nebenan wohnt glaub ich in der Nummer 7, hat meinem kleinen Paul den Kopf verdreht.

Unabhängig von Katzen und deren befinden könnte ich auch ein kleines Nickerchen vertragen.


Weich flauschig weich gemütlich erscheint mir mein Bett mit Sonenblumenbezug. Die Arme hinter dem Kopf verschränkt liege ich einfach nur da betrachte die weiß getüntchte hohe Decke. Den braunen Korken der seit meiner "Einzugsparty" in einer Ecke der Decke stecken geblieben ist und nicke dabei ein.

13.10.08 16:38


"Ist etwas wichtiges für mich dabei?" ruft Olga mir in den Flur hinterher, wobei ich mit einem Seitenblick erkenne, wie sie lässig ihre drallen Schenkel übereinander schlägt während ihre schwarzen Lederstiefel hörbar aneinander reiben.

Der Gedanke der mir dabei kommt ist mehr von sexueller Natur als ich es zu dieser Uhrzeit ertragen kann.
So das ich unbewusst schon die Tür zu meinem eigenen Zimmer aufgeschlossen habe.
Kurz bevor sich die Tür wieder hinter mir schliesst rufe ich ihr so etwas wie "Nein, nur Rechnungen zu..." Doch im selben Moment schüttet sie rauschend die fertigen Nudeln in das Sieb im Waschbecken, so das meine Stimme komplett von diesem Geräusch verschluckt wird.

Schnell ohne meinen Mantel ab zu legen oder sonst etwas zu tun. Komplettiere ich mit der Sonnuntergangs-Postkarte mein Diorama aus Sonnenuntergangs-Postkarten an der vollgepinnten Wand über meinem Bett.
Der Text der auf der Rückseite steht ist dabei eher belanglos, passt ja eh nicht viel darauf.
13.10.08 16:01


Leise pocht schnell sein kleines Herz an meine Bein, so das ich es sogar durch meine warme dicke Strumpfhose spüren kann.
Kaum ist jedoch quietschend die schwere Tür geöffnet ist Paul schon in das innere, den dunklen kalten Flur entschwunden und ruft maunzend nach seinem Frauchen.

Der Geruch von frisch gekochten Nudeln und selbst gemachter Tomatensosse kommt mir schon entgegen. Als ich leise die Haustür öffne wobei mir die mitgebrachte Post aus dem Briefkasten, die ich mir unsachgemäß unter den Arm gesteckt hatte, herunter fällt.


Olga meine Mitbewohnerin sitzt rauchend im Zug des offenen Küchenfensters und schaut mir aus der Küche dabei zu wie ich Reklame, Briefe und Postkarten ordentlich aufeiander gestapelt auf der Kommode drapiere.

Nur um kurze Zeit später zu merken das ich meine eigene Post noch gar nicht mitgenommen habe. So fällt der Turm von Babeln, gemacht aus Papier, wieder in sich zusammen.

Mit dem Resultat, kleines Chaos, zwei Rechnungen, ein Brief von Anna und eine Postkarte von Alex mit dem Motiv eines Traumhaften Sonnenuntergangs von Hawaii.

13.10.08 15:50


Mittag

Wer behauptet Uni sei nicht anstrengend lügt!
Uni ist nicht nur langweilig, zumindest zur Zeit nichts geschieht, nichts ist von Relevanz.

Kurzerhand hab ich dann auch mal blau gemacht. Das ist sonst nicht wirklich meine Art doch das einzig relevante das in der Uni geschieht ist das mein BWL Prof mit mir flirtet. Und ich dabei nur mit mache, weil ich diesen Kurs bloss bestehen will.

Die einzige männliche Person die ich an mich heranlasse ist eh nur Paul.

Paul mein kleiner Stubentiger wartet jedesmal wenn ich nach Hause in die WG zurück komme auf der Fensterbank.

Den weiß mit einem grau schwarz getigertem Streifen durchzogenen Schwanz, um die Beine gelegt wie ein dickes Tuch um ihn zu wärmen. Nur um schnell und agil mit einem Satz von der Fensterbank vor meine Füße zu springen seinen warmen flauschigen Körper an meinen Beinen entlang zu schmiegen.



13.10.08 15:31


ME

Tja, ich weiss nicht was ich groß zu mir sagen soll, als jene Gedanken die ich zuvor schon geschrieben habe.

Mein Name ist Amalia.
20 Jahre jung

Studium der Literatur und Wirtschaftswissenschaften soeben begonnen.

Derzeit Solo

Doch dazu später mehr.

In der Freizeit spiele ich oft und viel Volleyball. Lese und schreibe viel, kuschel mit Paul meiner Katze und träume von einem anderen besseren Leben! 

13.10.08 15:15


Anfang

Es ist wie im Krieg, wenn dem Soldaten die Bomben um die Ohren fliegen, erschrickt er immernoch bei jedem Einschlag. Doch  hört erst das Piepen in den Ohren auf, ist die letzte Bombe schon wieder vergessen.

Genau das ist mein Leben, so fühlt es sich an, wenn ich überhaupt noch etwas fühlen könnte.

Ich spüre mich nicht mehr.

Einzig in den Momenten des Orgasmuses oder der schmerzhaften Grenze der sportlichen Belastung, fühle ich noch.
Fühle ich noch wie etwas in mir schlägt.

Dies ist kein Selbstmitleid, dies ist Erkenntnis.
Erkenntnis einer Lage aus der ich bis jetzt keinen Weg hinaus gefunden habe.

13.10.08 15:02


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